Dies sind Formen schulischen Arbeitens, die die Individualität des jungen Menschen in die Mitte des pädagogischen Bemühens stellen. Der Lehrer führt den Schüler mittels der vorbereiteten Umgebung an das Bildungsgut heran. Dabei wird dem Heranwachsenden die Wahl des Arbeitsthemas, der Medien und der Zusammenarbeit zugetraut. Die Schüler können ihrem eigenen Erkenntnisdrang folgen. Das Miteinander in der Arbeitsform übt soziales Verhalten ein. Eigenes Tun dient der Aktivierung des Geistes in der Persönlichkeitsbildung.
"Ein Sprichwort sagt, man lerne den rechten Gebrauch der Freiheit erst durch den Gebrauch der Freiheit selbst" (MM, 232).
So sind die freien Arbeitsformen ein unverzichtbares Feld zur Einübung des rechten Gebrauchs der Freiheit.
In der Unterstufe geschieht dies durch die bewährte Form der "Freien Stillarbeit", die auf den Erkenntnissen der Pädagogik von Maria Montessori gründet, die gemäß entwicklungspsychologischer Gegebenheiten fortzuschreiben ist.
In den höheren Klassen wandelt sich die Freie Stillarbeit zu den "Freien Studien". Sie führen den jungen Menschen zum eigenständigen, freien geistigen Arbeiten heran. Dies geschieht zunehmend durch Erarbeitung ausgewählter komplexer Themen. Damit zielen die "Freien Studien" in besonderer Weise auf die Verwirklichung der Erziehungs- und Bildungsziele der Realschule.